Gerade eben höre ich mal wieder in dieses Album rein und erinnere mich daran, dass ich es euch, ebenso wie den Künstler dazu, schon im letzten Jahr vorstellen wollte. Also Zeit den Entwurf aus der Versenkung zu holen.  Aftermath of the Lowdown, das ist der Titel des vor zwei Jahren veröffentlichten Soloalbums von Richie Sambora. Ich muss euch vorwarnen,  dieser Beitrag ist absoluter Fancontent. Wenn ihr also Musik und Gitarrenfans seid lest sehr gerne weiter, wenn nicht sehen wir uns hoffentlich später in dieser Woche wieder. 

sambora02b

Stranger in this Town

Richie Sambora wurde 1959 in New Jersey geboren und war in den vergangenen 30 Jahren Gitarrist und Songwriter bei Bon Jovi. In diesen 30 Jahren hat er insgesamt 3 Soloalben veröffentlicht. Das Erste: „Stranger in this Town“ erschien 1991. Ich selbst habe es wohl erst ca. 1995 und 96 gehört. Ein Freund einer Schulkameradin hatte ihr das Album aus den Staaten mitgebracht und ich hatte davon eine Kassette die ich bedächtigt auf meinem Walkman hörte. Kassette und Walkman, das ist so altmodisches Zeug, das es früher gab. 😉 Damals vor dem iPod und mp3s.  Geblieben ist mir aus dieser Zeit, das „versinken können“ in der Musik und der Versuch Songtexte rauszuschreiben, was mir damals noch nicht so gut gelang. So glaubte ich zum Beispiel etwas über einen „Apple Pie“ im Lied „Rosie“ rauszuhören, dabei hiess es „night was long“ *hust*.  Zu meiner Verteidigung ich war erst 13 😉

Meine  Lieblingssongs des Albums waren „One light Burning“, „Ballad of Youth“ und mein Herzschmerzsong „Father Time“. Das Album zeigte mir damals eine völlig neue Facette von Sambora (Und ich kannte immerhin alle bis dahin erschienenen Bon Jovi Alben auswendig). Es war viel mehr Blues als Rock und ich hatte bei keinem Lied den Eindruck es hätte auch auf einem Bon Jovi Album erscheinen können.  Besonders fasziniert war ich damals allerdings von seinen Qualitäten als Sänger. Denn der Mann hat eine Hammer Stimme.

Hörproben via iTunes Undiscovered Soul

Ballad of Youth
You can only get so high
Learning how to fly with a broken wing

Natürlich war ich auch auf der Tour dabei war. Es war das beste Konzert ever! Im kleinen Circus Krone in München, mit einem so spielfreudigen Richie, da ist einem echt das Herz aufgegangen. Awesome ist das richtige Wort.
Er twitterte später sinngemäß: er habe die Zeit auf der Tour sehr genossen und  habe in seinem ganzen Leben noch nie so viel Spaß auf der Bühne gehabt.
Huh! Gleichzeitig total genial, dass es ihm so viel Freude machte, aber dennoch habe ich schon da gedacht.. wer weiss was das für die Zukunft bedeutet. Ein paar Monate später ging er mit Bon Jovi auf Tour, ist aber nach dem ersten Tour Abschnitt nicht zur Band zurückgekehrt. Ich habe euch in den Newsticals mehrfach damit gequält 😉

Es war damals echt ein Schock. Und ein Bon Jovi Konzert ohne Richie? Das war für mich unvorstellbar und ich habe damals auch meine Karte zurückgegeben. Offiziell ist Richie immer noch Bandmitglied. Im Moment ist eine Reunion von Bon Jovi aber sehr weit weg  (Bandpause) und Richie ist allein unterwegs, bzw. arbeitet er aktuell mit der Gitarristin Orianthi zusammen, die unter anderem schon mit Alice Cooper gespielt hat und mit Michael Jackson auf seine letzte Tour gegangen wäre.

Richie und Orianthi sollen gemeinsam an einem neuen Album arbeiten, da bin ich schon sehr gespannt drauf. Den beiden auf dem Konzert im letzten Sommer zuzuhören war wirklich genial, auch wenn die Stimmung nicht ganz so enthusiastisch war wie im Circus Krone.

Ich freue mich jedenfalls auf hoffentlich noch viele weiter Projekte von Richie. Vielleicht findet ja auch jemand von euch gefallen an der Musik. Kanntet ihr Richie als Solokünstler schon?

5 Comments on Aftermath of the Lowdown – Die Folgen der Wahrheit

  1. anitaswelt
    11. Oktober 2014 at 15:47:08 (4 Jahren ago)

    Ouou, Bon Jovi – das waren noch Zeiten. Keep the Faith und alles davor hat mir sehr gut gefallen und ich war auch zweimal auf einem Konzert. Alles danach löste mehr oder weniger heftiges Kopfschütteln aus. Irgendwie klang da für mich alles geich und die Magie war weg.
    Dazu kam, dass ich mich musikalisch in die härteren Gefielde entwickelte und diesen bis heute treu geblieben bin. Die alten Scheiben, insbesondere Keep the Faith (das Konzert war sooooo genial) und New Jersey höre ich mir aber bis heute gerne an :)
    Von Richie Sambora müsste eigentlich auch das eine oder andere Soloalbum in unserem Musik- und Sportzimmer rumstehen, nachhaltig in Erinnerung geblieben sind sie mir aber leider nicht.

    Antworten
    • Gwenhwyfar
      11. Oktober 2014 at 18:36:02 (4 Jahren ago)

      Ich freu mich sehr über deinen Kommentar, noch mehr als sonst 😉 Welche Bands hörst du denn gerne?

      Antworten
  2. anitaswelt
    12. Oktober 2014 at 22:45:32 (4 Jahren ago)

    Vielen Dank! Das ging dann sehr schnell in Richtung Slayer, Metallica oder Iron Maiden. Allerdings ist der grösste Teil der Bands nicht kommerziell, sprich die wenigsen können wirklich davon leben und dementsprechend kennt man die dann ausserhalb der Szene gar nicht mehr.

    Antworten
    • Gwenhwyfar
      13. Oktober 2014 at 00:38:43 (4 Jahren ago)

      Metallica und Iron Maiden höre ich auch gerne, durchaus härteres Zeug habe ich in meiner früheren Beziehung einiges mitbekommen. (Black-, Death- Trashmetal). Nur einiges davon hat mir gefallen, vieles war mir einfach ein bisschen „zu viel“.

      Antworten
  3. anitaswelt
    13. Oktober 2014 at 20:40:44 (4 Jahren ago)

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Sachen sind zum Teil schon sehr speziell und extrem, doch genau das vertreibt bei mir jegliche Aggression/Frust. :)

    Antworten

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Comment *






Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .